Ausbildung

 

Jeder Feuerwehr - Rettungshundeführer verfügt über eine abgeschlossene allgemeine Feuerwehrausbildung, in der natürlich die technische Hilfe einen besonderen Ausbildungsschwerpunkt bildet. So ist jeder Rettungshundeführer der Feuerwehr genau genommen ein Such- und Rettungsspezialist, der je nach Sachlage die unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten von Hunden, technischen Geräten und menschlicher Logistikleistung optimal beurteilen und einsetzen kann. Durch ihren Einsatz im alltäglichen Feuerwehrdienst verfügen die Feuerwehr - Rettungshundeführer über umfangreiche Erfahrung bei Brand- und Katastropheneinsätze sowie Technischer- und allgemeiner Hilfe.

Der Rettungshundeführer muss sich auch theoretische und praktische Kenntnisse über Erster Hilfe bei Mensch und Hund, Rettung von Verunglückten unter Trümmer,  Funkverkehr, Einsatztaktik, Karten- und Kompasskunde, Absturzsicherung, Trümmerkunde, Wetter-, Schnee- und Lawinenkunde, die spezifischen Verhaltensmuster von Verunglückten und Verhaltens- und Lernweisen des Hundes aneignen. Dies wird zusätzlichen zu den Trainingseinheiten in Seminaren und Lehrgängen zu erlernen sein.

Die seelische Belastung eines Hundeführers ist enorm und darf nicht unterschätzt werden! Er muss nicht nur ständig mit neuen Problemen und Unwägbarkeiten fertig werden, sondern auch die dramatischen Ereignisse gut verarbeiten können. Dies wird zwar immer wieder in den Trainingseinheiten geübt, aber der Ernstfall birgt doch viel Unerwartetes!


Die Ausbildung zum Rettungshund beginnt erst mit der Begleithundprüfung, indem der Hund die Grundgehorsamkeit erlernt. (z.B.: Sitz, Platz ...) Erst dann kann mit der eigentlichen Rettungshundarbeit begonnen werden. Diese Ausbildung übernimmt die Feuerwehr Trier.

Erst nach dem Abschluss einer zweijährigen Ausbildung und insgesamt fünf Prüfungen ist der Rettungshund voll einsatzfähig.

Die erste Prüfung ist die Eignungsprüfung. Der Hund erlernt in verschiedenen Situation gegen seinen natürlichen Instinkt zu handeln. z.B.: keine Scheu vor Lauten oder knallenden Geräuschen (Schuss), ruhiges Verhalten beim Abseilen, enge Röhre durchlaufen (Tunnel), Feuer, Leiter hinaufsteigen ....

Danach folgen insgesamt vier Prüfungen. Diese gliedert sich in eine Grundprüfung, Vorprüfung und schließlich die Abschlussprüfungen für den Trümmersucheinsatz und Flächensucheinsatz. Die letzten beiden Prüfungen werden alle zwei Jahre wiederholt, um im Ernstfall einen sicheren Hund nachweisen zu können.

Im Übungsbetrieb der Rettungshundestaffel Trier werden außer der Unterordnung, Gewandtheit, Trümmersuche und Flächensuche, unter anderem die Suche in dunklen Räumen mit oder ohne Wärmebildkamera, Übungen mit den Ortungstechnikgeräten, Kellersuchübungen, Suche in Stollen oder Bunker, Absuchen eines kompletten Hauses ohne das der Hundeführer ins Haus folgt, Fährtensuchübungen, Abseil- und Absturzsicherungsübungen durchgeführt. Dieses Training ist notwendig, um im Ernstfall für die verschiedenen möglichen Szenarien vorbereitet zu sein.